Sonntag, 11. März 2012

Linda Castillo - Blutige Stille

 

Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?

Meine Meinung: 
Der zweite Band der Reihe von Linda Castillo mit der Hauptfigur der Polizeichefin Kate Burkholder.
Schon der erste Teil war wirklich gut; Die Zahlen der Toten *klick*
Auch in diesem Teil spielt die amische Gemeinde eine große Rolle, was ich persönlich wirklich interessant finde. Die Familie scheint vollkommen unverschuldet in diesen Mord geraten zu sein - der einzige Überlebende: der älteste (schwule) Sohn. Kate findet das Tagebuch der ältesten Tochter Mary, in dem sie sich über einen Liebhaber äußert - aber ohne wirkliche Hinweise auf dessen Identität. Der Fall wird (natürlich) letztendlich aufgeklärt; und ich finde es wirklich scheußlich. Achtung: wer das Buch selbst noch lesen möchte, der markiert sich das Nachfolgende NICHT! aber wen es nicht stört, schon etwas zu wissen, oder diejenigen, die es eh nicht lesen wollen, die können sich das Nachfolgende markieren.

Der Mörder der Familie Plank hat sich an Mary rangeschmissen, ihr heimlich Drogen verabreicht (mehrere Male) und sie dann vergewaltigt, bzw sie zu etwas gezwungen, was sie nicht wollte, es dann auch noch gefilmt etc.
Ich finde es wirklich ekelhaft, wenn Männer die Naivität von Frauen so dermaßen ausnutzen, wie es in diesem Fall passiert ist. Heimlich Drogen verabreichen und dann schön rumvögeln - widerlich. Feige. Ekelhaft. Klar weiß ich, dass die Geschichte fiktiv ist, doch es gibt genug ähnliche Situationen. Dass in diesem Falle die Betroffene eine Amische ist, macht es zwar von der Sache her nicht schlimmer, denn schlimm ist es immer, aber dass sich jemand ein "Opfer" aussucht, dass nun wirklich in einer heilen und netten Welt aufgewachsen ist und so etwas nun wirklich kein bisschen vermutet, ist schon wirklich abstoßend. 

Als ich das Buch weggelegt habe, habe ich wirklich lange darüber nachgedacht, was in dieser Welt nicht stimmt und was es doch für kranke Menschen gibt.

5/5

♥♥♥♥♥


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